- „Best Spine Technologies“ des Jahres 2009
- Pasadena, California, USA
- 12. November 2009
- DSS
26 neue Technologien für die Behandlung von Rückenproblemen wurden in San Francisco von einer Jury unabhängiger Chirurgen als die „Beste neue Technologie 2009“ gewählt. Unterstützt von „Orthopedics This Week“, der größten wöchentlichen Zeitschrift der Branche, reichten 83 herausragende Technologieträger, die mehr als 300 Ingenieure, Erfindern und Chirurgen repräsentieren, ihre Neuerungen für den „Spine Technology Award 2009“ ein. Die Technologien wurden nach ihrer Wahrscheinlichkeit beurteilt die Behandlung von Rückenpatienten mit kosteneffektiven Innovationen voranzutreiben. Die 30 Juroren wurden nach ihrer klinischen Erfahrung und Unabhängigkeit ausgewählt – keiner war mit den gewinnenden Technologien assoziiert. Die Behandlung von Rückenproblemen ist eines der komplexesten medizinische Probleme. Neue Technologien haben historisch gesehen eine signifikante Rolle im Fortschritt bei der Patientenbehandlung gespielt. Auf der Verleihungsgala sagte Robin Young : „ Die Medizinprodukteindustrie ist auf die Inspiration und den Fleiß der Ingenieure und der erfindenden Chirurgen angewiesen, um die Ergebnisse zu verbessern und die Kosten zu kontrollieren. Die meisten Ingenieure und Erfinder sind wenig bekannt – so sind wir stolz, diese Auszeichnungen zu verleihen und einen Rahmen zu bieten um ihre großen Talente und Beiträge anzuerkennen. Neben anderen gab es in der Gewinnerkategorie: Bewegungserhaltung: Paradigm Spine, DSS - Spine stabilization system Die "Spine Technology Award" bringt zunehmend Aufmerksamkeit für innovative wirbelsäulenchirurgische Produkte und ihre Erfinder. Geeignete Technologien sind Implantate, Pharmazeutika oder Biotechnologien, die entwickelt wurden um Wirbelsäulenbehandlungen zu verbessern. Beurteilt wird nach Originalität, klinischer Relevanz und der Wahrscheinlichkeit den bestehenden Behandlungsstandard zu verbessern. 83 Technologien in 8 Kategorien wurden eingereicht und 26 Erfinder nahmen die massive kristallene Auszeichnung mit nach Hause. Die Abstimmung der 34 bewertenden Chirurgen war live und als sich die Aufregung legte hatten 200 ermüdete aber erregte Teilnehmer an der Wahl und Feier der diesjährigen Gewinner teilgenommen. Jede der „Best Spine Technologies“ des Jahres 2009 war das Ergebnis tausender Stunden intensiven Einsatzes und - ohne Übertreibung - es war eine Ehre diese 83 eingereichten Technologien zu würdigen, ebenso wie hunderte von Ingenieuren, Erfindern und Chirurgen, die zum Besten der Wirbelsäulenimplantation und Instrumentenindustrie gehören.
- Wirbelsäulenchirurgie
- Straubinger Tagblatt
- Schwarzach -09.04.2011
Große Resonanz auf das 5. Schwarzacher Frühjahrssymposium – Zahlreiche Referenten
Schwarzach. (wr) Bei strahlendem Frühlingswetter strömten 130 Teilnehmer in die Orthopädische Fachklinik Schwarzach. Der Festsaal der Klinik war komplett gefüllt. Die Gastgeber hatten zum 5. Schwarzacher Frühjahrssymposium mit dem Thema „Aktuelles aus der Wirbelsäulenchirurgie“ eingeladen.
Professor Dr. Thomas Blattert, der Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und Traumatologie, stellte das Team der Referenten vor. Dabei handelte es sich durchgehend um namhafte und anerkannte Spezialisten auf ihrem Gebiet, die aus Bayern, Sachsen und Tirol nach Schwarzach gekommen waren. Prof. Blattert hatte sie eingeladen, um einen aktuellen Überblick über den Stand und die Entwicklung einer modernen und innovativen Wirbelsäulenabteilung zu geben.
Den ersten Fachvortrag des Tages hielt Dr. Christoph Wirscher, Oberarzt der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie und Traumatologie in Schwarzach. In seinem Vortrag mit dem Titel „Deformitäten bei Jung und Alt – Strategien zwischen Maß und Machbarkeit“ zeigte Dr. Wirscher die verschiedenen Stadien der Skoliose Erkrankung beim Erwachsenen aber auch beim Kind auf und erläuterte den korrekten Therapieansatz. Da jede Fehlstellung der Wirbelsäule vor dem Wachstumsabschluss genauso wie im Alter eine sehr individuelle Erkrankung ist, sollte das Behandlungskonzept auch auf jede einzelne Person zugeschnitten sein.
Moderne Operationsweise
Zweiter Redner der Vormittagssitzung war Dr. med. Rudolf Bertagnoli, Pro-Spine, Bogen, der über bewegungserhaltende Operationen an der Wirbelsäule sprach. Er ging auf moderne Operationsmöglichkeiten ein, die unter bestimmten Umständen einer versteifenden Operation vorgeschaltet werden und diese hinauszögern können. Diese Therapieverfahren bilden die Zwischenstufe eines modernen Therapieansatzes zwischen kleinen microchirurgischen Eingriffen und den größeren Versteifungsoperationen. Er betonte insbesondere die Tatsache, dass es sich bei den meistern Wirbelsäulenpatienten mit Verschleißerscheinungen um chronische Patienten handle, mit der Notwendigkeit einer permanenten Behandlung.
Prof. Dr. med. Christoph Heyde, stellvertretenden Direktor der Orthopädischen Klinik und Poliklinik des Universitätsklinikums Leipzig, rundete mit seinem Vortrag zum Thema „Indikationen zur Operation bei degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen“ die Vormittagssitzung ab. Prof. Heyde hatte die notwendigen Voraussetzungen und Abklärungen vor einer Operation im Fokus.
Rundum gut versorgt
In einer einstündigen Mittagspause fühlten sich die Teilnehmer von der Küche der Orthopädischen Fachklinik rundum gut versorgt und hatten Zeit, die umfangreiche Industrieausstellung mit neun verschiedenen Anbietern aus allen Bereichen der Wirbelsäulenchirurgie zu besuchen. Den Beginn der Nachmittagssitzung machte Dr. Dipl.-Ing. Werner Schmölz, der Leiter des Biomechanik-Labors am Universitätsklinikum Innsbruck. In seinem Vortrag erläuterte er die Leistungsfähigkeit verschiedener biomechanischer Untersuchungen und machte deutlich, dass Implantate, die an der Wirbelsäule zum Einsatz kommen, vor ihrem Einsatz immer eine mehrjährige Testphase im Labor durchlaufen.
Prof. Dr. med. Hans Hertlein, Chefarzt der orthopädischen und Unfallchirurgischen Klinik des Städtischen Krankenhauses München-Harlaching, erläuterte die Zusammenhänge zwischen Verletzungen an der Wirbelsäule und den entsprechenden Therapieansätzen. Den letzten Fachvortrag des Symposiums hielt Prof. Dr. Blattert als Gastgeber selbst. Thema seines Vortrages war „Pathologische Frakturen der Wirbelsäule“. Es ging sowohl um Wirbelkörperbrüche, die durch bösartige Tumoren oder Metastasen entstehen können, als auch solche, die bei Knochenschwund und Osteoporose auftreten. Hinsichtlich der osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen, die insbesondere die älteren Menschen treffen, gäbe es heutzutage wenige belastende, minimalinvasive, also mit sehr kleinen Hautschnitten durchführbare Operationen mit sofortiger Stabilisierung und Schmerzbesserung für den Patienten. Solche osteoporotischen Frakturen kämen am häufigsten im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule vor, aber auch das Kreuzbein und der Beckenring könnten davon betroffen sein und seien aber gleichzeitig ebenso gut behandelbar. Als um 14 Uhr das Symposium nach interessanten Diskussionsbeiträgen der Zuhörerschaft pünktlich zu Ende ging, waren sich Referenten und Besucher einig, dass eine optimale Versorgung eines Wirbelsäulenpatienten nur in einem gut funktionierenden Netzwerk aus niedergelassenen Kollegen, wirbelsäulenchirurgischen Spezialkliniken sowie nachbetreuenden Physiotherapeuten und Rehabilisationsmedizinern gelingen kann.